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Erklärung zur Anwendung von Hypnotherapie im Rahmen des Coachings (Hypno-Coaching) >> Hypno-Coaches
- Hypnosen / Hypnotherapien dürfen nur mit ausdrücklicher Einwilligung der Hypnotisanden durchgeführt werden.
- Der Hypnotisand muss über Wesen und Zielsetzung der Hypnose aufgeklärt werden.
- Mit der Hypnose dürfen ausschließlich die Absichten und Interessen des Hypnotisierten verfolgt werden. Bei Forschungshypnosen heißt dies, dass der Hypnotisand mit der Forschungszielsetzung und mit dem Sinne der Absätze 1) und 2) ausdrücklich übereinstimmt.
- Alle verwendeten Suggestionsinhalte müssen die Menschenwürde wahren.
- Es dürfen keine Unterhaltungsabsichten mit der Hypnose verbunden werden. Die Hypnose hat Therapie, Beratung, Coaching, Wissenschaft, Hilfe zur Selbsthilfe zu beinhalten und nicht Publikumsunterhaltung. Showhypnosen gelten für DAGH-Mitglieder als nicht zulässig.
- Therapeutische Hypnosen dürfen berufs- oder gewerbsmäßig oder auch in anderen Settings nur bei Erfüllung der gesetzlich vorgeschriebenen Bestimmungen durchgeführt werden (Psychotherapeutengesetz, Approbationsordnung, Heilpraktikergesetz u.a.). Im Rahmen des Coachings wird niemals eine Hypno-Therapie angewandt, sondern ausschließlich - wenn vom Klienten gewünscht! - hypnotherapeutische Kommunikations- und Trancetechniken außerhalb der Heilkunde. Die Grenzen zwischen Coaching und Therapie sind für die Klienten klar zu formulieren.
- Die Schweigepflicht ist zu beachten.
- Räume, in denen Hypnotherapie / Hypnosen durchgeführt werden, sollen einen Rahmen bieten, der dem besonderen Vertrauensverhältnis zwischen Coach / Therapeut und Klient / Patient angemessen ist.
- Die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für die Anwendung von Hypnotherapie im Coaching, DAGH, orientiert sich in ihrer Arbeit an den internationalen Standards und Publikationen der International Society for Clinical and Experimental Hypnosis.
- Wir lehnen jede Art von Showhypnose oder Missbrauch der Hypnose und Hypnotherapie ab, da hierdurch ein unseriöses Bild von der Hypnose unter Laien gefördert wird. Manipulation, Unterhaltung, Gehirnwäsche, Propaganda, Missbrauch sozialpsychologischer Beeinflussungskenntnisse in der Werbung oder anderswo sind keine klinische Hypnose, keine Hypnose im Coaching und keine Hypnotherapie.
- Hypnotherapie (als Interaktion) und Hypnose (als Zustand oder Interaktion) sind freiwillige Geschehen und verlangen eine vorherige Aufklärung (informed consent)! Sie werden in einer Interaktion verwirklicht, in der die Befähigung des Klienten, der Kontext und die Befähigung des Hypno-Coachs oder Hypnotherapeuten zusammen wirken, um ein Therapie- oder Coaching-Ziel des Klienten zu ermöglichen, das sie/er sich vorher gut erarbeitet hat. Dies geschieht in einem Rahmen, der Auftrags- und Zielklärung, Abwägung, gründliche Information, Mandatsklärung, Auswirkungen, Risiken, Nebenwirkungen, alternative Methoden u. Ä. im Vorfeld vertrauensvoll anspricht. Geschieht dies nicht, handelt es sich um "Überrumpelung" oder "Show". Dies lehnen wir ab! Eine Vorstellung von Hypnose, in der die Hypnose allein von „der Befähigung des Hypnotiseurs ausgeht“ lehnen wir ab und fördern wir niemals.
- Wir lehnen eine Verbindung von wissenschaftlich orientierter Hypnose und Hypnotherapie, wie wir sie betreiben, mit "Esoterik, Okkultismus, Magie oder Zauberei" strikt ab. Wir möchten bei unseren Klienten oder Patienten auch niemals den Eindruck erwecken, als würden wir den Prozess der Hypnose durch solche Mechanismen verstanden wissen! Wir kommunizieren und handeln stets so, dass erkennbar wird, dass Hypnose ein natürlicher kommunikativer Prozess ist, der von uns ausschließlich im Rahmen wissenschaftlich orientierter psychologischer Beratungs- und Therapieverfahren genutzt wird.
- Hypnose darf nur von ausgebildeten Coaches [nach den Richtlinien des Roundtable der dt. Coachingverbände] oder Therapeuten (als Hypnotherapie) angewandt werden. Die Ethik der DAGH ist dann eingebettet in die Berufs- oder Standesordnung und Ethik dieser Berufsgruppe(n). Mitglieder der DAGH bilden sich in der Hypnose kontinuierlich weiter. Sie bilden andere Personen nur in Hypnose oder Hypnotherapie aus, wenn diese hierzu fachlich und persönlich befähigt sind und das Menschenbild und die Ethik der DAGH teilen und sich hierauf verpflichten.
ENDE ETHIK DAGH
Beispiele zum Thema Ethikverfehlung aus unserer Sicht
Scheinmordauftrag in Hypnose im Fernsehen
In der Sendung Pur+ wird leider ein Showhypnotiseur als Beispiel für einen ethisch fundierten Hypnotiseur gezeigt. Er behauptet sogar von sich, er sei kein Show-Hypnotiseur obwohl er sehr typische Show-Hypnose verkauft (fehlende Einsicht, leider, leider)
Ist Hypnose unchristlich, okkult oder magisch?
Literaturempfehlung der DAGH zu moderner
wissenschaftlich fundierter Hypnose und Hypnotherapie:
Michael D. Yapko:Trancework, 3rd. ed., An Introduction to the Practice of Clinical Hypnosis; Brunner-Routledge, New York 2003
Burkhard Peter: Einführung in die Hypnotherapie, Carl-Auer Compact, Heidelberg 2006
Steven J. Lynn & Irving Kirsch: Essentials of Clinical Hypnosis, APA, Washington, DC, 2006
Dirk Revensdorf, Burkhard Peter (Hg.): Hypnose in Psychotherapie, Psychosomatik und Medizin, 2. Aufl., Springer, Heildelberg 2009
Walter Bongartz & Bärbel Bongartz: Hypnosetherapie, Hogrefe, Göttingen 1998
Deutschsprachige Hypnosegesellschaften: www.hypnose.de
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Hypnoseakademie Dr.Migge-Seminare, Hypnose-Ausbildung, Hypnotherapie-Ausbildung: HYPNOSEAKADEMIE DMS
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